Einleitung Bewerbungsschreiben: 5 Fehler, die deine Bewerbung killen!

Einleitung Bewerbungsschreiben, Betteln, Arroganz, langweilige Floskeln …

Bewerbungsschreiben: 5 Fehler, die deine Bewerbung killen

 

Nun gut, manchmal muss dann Bewerben doch sein. Dann braucht man einen perfekten Lebenslauf und ein professionelles Bewerbungsschreiben.

Killer Nr. 1:

Eine Bewerbung für alle Stellenanzeigen

In das Verfassen deiner Bewerbung hast du Zeit investiert. Wäre nun schön und praktisch, diese Bewerbung für alle Stellenausschreibungen zu nutzen. Denn schließlich verkaufst du ja immer die gleiche Person: Dich selbst! Warum denn nicht die gleiche Bewerbung an alle Arbeitgeber verschicken?

Du willst es vielleicht nicht hören, aber die Wahrheit ist, es gibt nicht die eine „Eierlegende-Woll-Milch-Sau“ Bewerbung, die zu allen Stellenangeboten passt. Auch unsere Bewerbungsschreiben Vorlagen musst du immer wieder anpassen. An jedes Stellenangebot! Für jedes Unternehmen! Für jeden Ansprechpartner!

Wenn dir jemand was anderes erzählt, ist das einfach falsch.

Du kannst das gleiche Grundgerüst verwenden und 80% mögen unverändert durchgehen, aber wenn du auf die Anforderungen des Unternehmens eingehen willst, musst du 1-2 Sätze dazu schreiben. Also musst du das Rad nicht immer neu erfinden: Du nutzt dein Bewerbungsschreiben, analysierst die Anzeige und kannst dann das Anschreiben relativ schnell individualisieren und an die ausgeschriebene Position anpassen.

 

Killer Nr. 2:

Einleitung Bewerbungsschreiben zum gääähhhnen, mit langweiligen Floskeln

Der Standard Einleitungssatz ist: „Ihre Stellenanzeige aus der Süddeutschen Zeitung vom 17.12.2016 mit Referenz 12002 für die Position als Verkaufsleiter, hat mich angesprochen …

Sicherlich steht in dieser Einleitung Bewerbungsschreiben nichts Falsches drin. Allerdings ist das nun auch nichts, was den Leser beeindrucken wird. Zumal vermutlich die gleichen Angaben schon in der Betreffzeile stehen.

Wer eine Standard Einleitung für das Bewerbungsschreiben wählt, sollte diesen kurz halten und sich auf den zweiten Satz konzentrieren. Der zweite Satz muss dann auch perfekt sitzen und ein paar markante Vorteile zum Vorschein bringen. Diese beiden Sätze im Bewerbungsschreiben sind eine gute Chance für einen interessanten Einstieg, der die Neugierde des Lesers weckt. Am Besten gleich direkt einsteigen, ohne um den heißen Brei herumzuschleichen und zeigen was du kannst:

Gute Einleitungen Bewerbungsschreiben:

  • „Das Gespräch mit Herrn Mustermann aus der Einkaufsabteilung hat mir einen ersten Einblick in den Aufgabenbereich gegeben. Aufgrund meiner Erfahrungen als xyz und xyz kann ich hier sofort Verantwortung übernehmen….“ 
  • „Meiner langjährigen Tätigkeit als Kundendienst Techniker verdanke ich sehr gute Kenntnisse der technischen Schwachstellen von XYZ Geräten und ich habe ausgezeichnete Kontakte in den Bereichen ABC und XYZ  …“
  • „Auf Empfehlung von Frau Musterfrau aus dem Marketing, bewerbe ich mich für die Stelle im Projektmanagement. Meine beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen sind im Bereich XYZ und ABC. Diese habe ich während dem Studium von AXY Fach an der Hochschule ABC erworben und laufend durch Fortbildung aktualisiert….“
  • „Technisches know-how und hochpräzises Arbeiten mit modernsten computergesteuerten Drehmaschinen sind meine Fachqualifikationen. Langjährige Erfahrung in der Erstellung von Computerprogrammen in der Einzel- und Serienfertigung …..“
  • „Die Gesundheit der Menschen liegt mir am Herzen. Mein Fachwissen und meine Erfahrung in der Betreuung von Patienten auf der Intensivstation sind der Grundpfeiler meiner beruflichen Karriere…..“
  • „Kunden kommen und gehen. Meine Leidenschaft ist die Kundenbetreuung und ich setze meine Erfahrung ein, dass Kunden loyal werden und regelmäßig wiederkommen.  Die beruflichen und persönlichen Qualifikationen habe ich als XYZ bei der Firma XYZ erworben ….“

 

Fazit: Auf den Punkt kommen! Nicht im letzten Satz, sondern gleich in der Einleitung Bewerbungsschreiben, im ersten Satz. Spätestens im Zweiten! Dann hast du eine realistische Chance. Nutze diese Einleitungssätze Bewerbungsschreiben, um dich von den anderen Bewerbern abzuheben.

 

Killer Nr. 3:

Das Bewerbungsschreiben Märchen: „Es war einmal … und vor langer Zeit…“

Wir lieben Geschichten und wir lieben Märchen. Alles was irgendwie eine nette Story hat, in der Vergangenheit beginnt, ein paar Höhepunkte aufweist und dann in der Gegenwart ankommt … und sie lebten glücklich und zufrieden ….das finden wir gut.

In einem Bewerbungsschreiben funktioniert das überhaupt nicht!

Am Wichtigsten ist: Wer bist Du? Was machst du aktuell? Was sind Deine aktuellen Qualifikationen?

Also nur Dinge, dich dich hier und heute auszeichnen und einen Unterschied machen. Die Vergangenheit dient dazu dein Bild abzurunden, deinen Karrierreweg aufzuzeichnen, deine Qualifikationen und deine Entwicklung zu untermauern. Wenn du die Vergangenheit erwähnst, sind es sicher die wirklich wichtigen beruflichen Stationen, Erfolge, Ausbildungen, die du nennen musst. Alles Weitere gehört in den Lebenslauf.

Fazit: Ein Märchen bringt dich nicht weiter. Auch kein Roman. Für das Bewerbungsschreiben ist nur eine präzise Darstellung deiner aktuellen Qualifikationen relevant.

 

 

Killer Nr. 4:

Ich bin der King oder nein … ich bin Aschenputtel.

Hoppla, jetzt komm ich!Einleitungssatz Bewerbungsschreiben - Satz Einleitung Bewerbungsschreiben

„Lieber Personalentscheider, ich spare Ihnen Zeit. Sie müssen nun keine weiteren Bewerbungen mehr lesen, denn Sie halten die richtige Bewerbung in den Händen…“

Diese Einleitung Bewerbungsschreiben erfüllt eine Anforderung: er ist aufmerksamstark. Allerdings werden wohl über 95% der Entscheider die Bewerbung zur Seite legen oder sie maximal zu Unterhaltungszwecken weiterlesen. Berücksichtigt wird ein solcher Kandidat nicht. Denn einen solchen Bewerber möchte man nicht im Unternehmen haben. Die zusammenarbeit mit den Kollegen würde vermutlich sehr schwierig werden und nicht funktionieren.

Übertriebene Arroganz, Selbstdarstellung, schaden eindeutig! Selbstbewusstsein ist richtig, Arroganz hingegen ist nicht angemessen.

Zurückhaltende Formulierungen, die die eigenen Qualifikationen nicht ins Rampenlicht stellen, sind auch nicht erfolgreich. Wer sich nicht aktiv vermarktet, wird den Kürzeren ziehen.

Fazit: Die Balance zwischen Überheblichkeit und „graue Maus“ ist die erfolgreiche goldene Mitte. Wir nennen sie „selbstbewusstes Auftreten“, Wissen was man kann und dies in einer angemessenen Sprache und Tonalität auch ausdrücken, das macht das Bewerbungsschreiben erfolgreich. Eine gute Formel für Bewerbungsschreiben ist auch auf „Ich Formulierungen“ nach Möglichkeit zu verzichten (2-3 sind hingegen okay).

 

Killer Nr. 5:

„Könnte, vielleicht, sollte“ ….

In deinem Bewerbungsschreiben: Sei verbindlich in dem was du sagst und was du tust. Oder sei nix! So sehen es Entscheider im Personalbereich.

Der Konjunktiv ist etwas für Diplomaten. Oder die perfekte Sprache für Verhandlungen, wenn Optionen ausgelotet werden. Oder wenn man Ideen in ein Gespräch einbringen will.

In einer Bewerbung hat der Konjunktiv nichts zu suchen. Hier gibt es Erfahrungen, Qualifikationen und Fachwissen, welche auf harten Daten und Fakten beruhen.

Andere Formulierungen schwächen die Bewerbung ab und zeugen von geringem Selbstbewusstsein. Der Personalentscheider wird sich automatisch fragen, ob die Qualifikationen echt sind, wenn „könnte, sollte & Co“ auftauchen.

Wünsche und Träume, Hobbies und Arbeitslosigkeit: bestimmt hast Du davon viel zu erzählen und das sind auch bestimmt spannende Stories. Die will in einem Bewerbungsschreiben niemand lesen. Auch in einen Lebenslauf sollten sie nur dann Einzug finden, wenn sie einen direkten (wir meinen sehr direkten!) Zusammenhang zu der Stelle haben.

Ansonsten kann in ein Bewerbungsschreiben eine Motivation eingefügt werden, ein Satz etwa, der dem Leser mitteilt warum du Feuer und Flamme für diesen Job bist.

 

Killer Nr. 6:

Betteln.

 

Du bist schon einige Zeit arbeitslos? Du hast schon viele Bewerbungen geschrieben? Ok, die Situation ist schwierig und nicht immer kann man einen geradlinigen Lebenslauf vorweisen. Wie das Leben so spielt. Trotzdem gilt: Betteln im Bewerbungsschreiben bringt überhaupt nichts! Nicht mal für eine Stelle bei Caritas oder beim Roten Kreuz. Denn ein Entscheider wird sich immer an den Qualifikationen ausrichten und „bettlen“ ist sicherlich keine. Es bringt auch nichts, moralisch Druck auszuüben, auch nicht mit einer Krankheitsgeschichte oder einem schwierigen Lebensumfeld.

Im Bewerbungsschreiben funktioniert hingegen: Qualifikationen und Fachwissen! Nutze deine Stärken und konzentriere dich ausschließlich auf diese. Die stehen im Mittelpunkt. Nur das überzeugt.
Bitte auch nicht um die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mach den Leser neugierig, dass du ihm gerne mehr über deine Erfahrungen während einem persönlichen Gespräch erzählen willst, sag ihm dass du noch mehr Punkte aufzeigen kannst, wie du dem Unternehmen von Nutzen sein kannst. Das ist die Erfolgsstrategie Bewerbungsschreiben!

 Leg mit deiner Bewerbung los. Hier findest du die Bewerbungsschreiben Muster zum download.